tio dagar i sverige – del två

två födelsedagar – zwei Geburtstage in Göteborg


Bei meiner Gastfamilie hat sich so einiges verändert. Sie sind nämlich von Eskilstuna nach Göteborg gezogen und meine Gastmama ist jetzt die, die hunderte Kilometer auf Arbeit pendeln muss, nicht mehr mein Gastpapa. Doch andererseits ist vieles wie früher, abgesehen davon, dass der Älteste jetzt Schuhgröße 40 hat und etwas ruhiger geworden ist, die Kleinste seid März noch mal einen Kopf in die Höhe geschossen ist und die Mittlere perfekt lesen kann. Sonst ist alles wie früher: drei Wirbelwinde, die gefühlt das ganze Haus auf den Kopf stellen und am liebsten fünf Dinge gleichzeitig machen würden. So wurde ich kaum zur Tür herein trotz schmerzender Beine durch das ganze neue tolle Haus geführt und durfte die schicken neuen Kinderzimmer bestaunen. Der Sonntagabend an dem ich bei ihnen ankam, war ein ganz besonderer Abend, denn es sollte Flicis achter Geburtstag gefeiert werden. Dazu gab es Tacos, ihr Lieblingsessen, worüber sich besonders mein leerer Magen gefreut hat, und natürlich einen riesen Haufen Geschenke. Ich glaube ich habe früher so viele Geschenke zu Weihnachten, Ostern, Nikolaus und Geburtstag zusammen bekommen. Die Zeiten ändern sich wohl doch, obwohl ich ja jetzt noch nicht sooo alt bin. Dafür hatten die Bastelmaus, das Kuschelmonster, der Legozauberer und ich genug Dinge zum ausprobieren und entdecken, während ich für zwei Tage wieder als Aupair bei ihnen wohnte. Geschlafen habe ich beim Kuschelmonster im Zimmer. Wo sollte man auch sonst schlafen, wenn man Komplimente wie „Ich liebe dir“ bekommt?
Meine Gastfamilie wohnt nicht nur in einem neuen tollen Haus, das Haus liegt auch noch nur 15 Laufminuten vom Meer entfernt. Am Dienstag hatten sich meine Beine so weit beruhigt, dass ich ohne größerer Probleme die Treppe wieder hoch und runter kam. So konnte ich einer kleinen lockeren Runde zum Meer natürlich nicht widerstehen. Leider war ich so langsam, dass ich wirklich nur hin und zurück laufen konnte. Schade dachte ich, denn am Abend sollte Felix kommen und ab da sollten wir uns in einem Hotel weit weg vom Meer aufs Euromeeting vorbereiten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Während mein Gastpapa mit den Kids im Kino war, schlenderte ich durch die Innenstadt und deckte mich mit guten schwedischen Essen und natürlich einer großen Tüte Lördagsgodis ein. Zum Schluss noch einen Blaubeermuffin und eine heiße Schokolade und eine Nachricht von einem verpassten Zug und Flug. Bei meiner Gastfamilie bin ich ja als schusselig bekannt, aber ich glaube seid dem ich dann kurzfristig doch noch eine Nacht länger bei ihnen geschlafen habe, denken sie, dass es tatsächlich Menschen gibt, die noch schusseliger sind als ich. 🙂
So kam ich am nächsten Morgen doch noch zu einer längeren Laufrunde am Meer. Auf dem Weg dorthin wollte ich wieder mal quer laufen und stand dann mehrmals plötzlich im gepflegten Vorstadtgarten irgendeines Hauses. Zum Glück gibt es so wenige Zäune dort. Nach einer kleinen Runde auf einer Insel direkt an der Küste, musste ich dann leider schon wieder zurück, denn auch schusselige Menschen kommen irgendwann da an, wo sie hin wollen.
Nach dem Umzug ins Hotel bummelten wir durch die Stadt und merkten, dass der Hafen von Göteborg keineswegs schön ist und die Cafés in der Stadt trotzdem teuer sind.
Der nächste Tag war wieder ein besonderer. Diesmal hatte ich Geburtstag und ich muss schon sagen: wenn der eigene Geburtstag mit einem überaus reichlichen Frühstücksbuffet im Hotel beginnt, kann dieser Tag eigentlich nur klasse werden. Was macht ein OLer an seinem Geburtstag? Natürlich OL-Training! Nur ein paar Laufminuten von der Unterkunft entfernt gab es eine hübsche kleine OL-Karte mit einigen Felsen und Sümpfen. Auf einigen Hügeln konnte man sogar die Aussicht über Mölndal genießen.
Den Nachmittag wollte ich unbedingt noch am Meer verbringen. Auch an der Küste vor Göteborg gibt es eiszeitliche Schären und damit natürlich einen Haufen kleiner und großer Inseln und Felsen. Auf einer dieser hübschen Inseln, auf Stora Amundön (Große Amundinsel) verbrachten wir ein paar Stunden dieses herrlichen Tages. Das Gebiet ist gleichzeitig Naturschutzgebiet (wobei es dort 100prozentig auch eine OL-Karte gibt) und im Frühjahr sollen ganz viele Vögel dort brüten. Ehrlich gesagt kann ich mir keine bessere Beschäftigung vorstellen als bei Sonnenschein auf einem kleinen Pfad eine Schäreninsel zu erkunden, über Felsen zu klettern und sich dabei den Seewind um die Ohren pusten zu lassen. Da macht es auch nichts, wenn man in der wohlverdienten Pause in einer windstillen Bucht plötzlich ins Wasser rutscht… Man gönnt sich ja sonst nichts. 🙂
Etwas klamm, aber immer noch glücklich und zufrieden kamen wir am Abend wieder im Hotel an und dann begann auch schon das Euromeeting. Wie es dem deutschen Team dort erging, erfahrt ihr in Teil drei.

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