Grünes Schweden

Euromeeting in Otepää/Estland

Bei den Trainings am Donnerstag merkten wir schnell, dass der Wald in Estland oft dichter ist als man nach dem ersten Blick auf die Karte denkt.
So waren wir ganz froh, dass es am Freitag erstmal mit dem Sprint los ging. Dort war Felix der erfolgreichste deutsche Starter.

Felix, was war das besondere bei diesem Sprint?
Besonders knifflig war der ständige Geländewechsel, vom Wald zu urbanem Terrain zu halboffenen Hügeln und die wechselnden Postenabstände dazwischen.

Bist du zufrieden mit deinem Lauf?
Ja, da ich meine geplanten Routen gut durchziehen und das Tempo hoch halten konnte. Aber auch nein, weil ich mir den drittletzten Posten zu einfach vorgestellt und ihn dadurch nicht sofort gefunden habe.

Nächsten Sonntag wirst du beim Weltcup-Finale in Arosa/Schweiz mit der Sprintstaffel an den Start gehen. Fühlst du dich gut vorbereitet?
Ich würde sagen, der Sprint beim Euromeeting hat gezeigt, dass ich gut in Form bin und auch mit dem Druck eines internationalen Starts umgehen kann. Staffelerfahrung habe ich dieses Jahr schon in Skandinavien bei TioMila und Jukola sammeln können.

Bei der Langdistanz am nächsten Tag ging es darum das erste Mal in estnischem Wald auch schnell zu orientieren. Zum Glück erwies sich der Wettkampfwald als nicht so grün wie erwartet. Trotzdem hatten alle deutschen Läufer kleinere und größere Probleme im Wald und ärgerten sich im Ziel über zahlreiche Fehler. Ich für meinen Teil, kam eigentlich ganz gut durch, doch versemmelte mal wieder drei Minuten am vorletzten Posten, was eine Top20-Platzierung zunichtemachte. Dann ist es besonders frustrierend, wenn man eine sonst wirklich gute Leistung nicht nach Hause bringen konnte. Doch es beruhigt irgendwie danach die GPS-Tracks der richtig guten Läufer anzuschauen und zu sehen, dass man nicht die einzige Dumme war. Das Tempo jedenfalls war in Ordnung, was mir zeigt, dass die vier Wochen Aufbautraining in Jena genau richtig waren.
Am Sonntag bei der Mitteldistanz wurde das Tempo noch höher und die Posten noch kniffliger. Die Strecke wechselte vom diffizilen Grünen ins schnelle Flache und verlief hauptsächlich in feinkupierten relativ offenem Wald. Dieser erinnerte mich stark an Skandinavien und den O-Ringen, da man auf dem Moos jede Spur super sah. Das ist vielleicht auch der Grund warum Matti, der bereits lange in Norwegen gelebt und trainiert hat, die beste Leistung der deutschen Herren erlief.
Er berichtete von einem sehr guten Lauf ohne große Fehler und zeigte sich sehr zufrieden. Ebenso war auch ich mit meiner Mitteldistanz zufrieden. Einen Fehler direkt am zweiten Posten konnte ich durch ein sauberes Rennen auf dem Rest der Strecke wieder gut machen.

Alle Ergebnisse gibt es hier

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s