Von Kühen umzingelt

Man trifft sie überall, auf der Wiese, der OL-Strecke und am Lagerfeuer.
Am Wochenende fand die MOM (Schweizer Meisterschaft Mittel) und der letzte Nationale des Jahres in der Schweiz statt.
In Glarus durften wir erst mal 280Hm zum Start hoch kraxeln, um dann hauptsächlich über Kuhweiden und zwischen ein paar wenigen Steinen entlang zu laufen.
Ein Rennen bei dem man nicht stehen bleiben durfte, wenn man am Ende eine gute Zeit haben wollte.
Das ist mir bis auf einen kleinen Bogen zum siebten Posten auch ganz gut gelungen und ich lief auf den 11. Platz 4:30min hinter der großen Simone Niggli-Luder. (GPS-Tracking)
Zur Übernachtung hatte Felix etwas richtig cooles entdeckt. Ein Bauer bot schlafen im Stroh an. Für mich als Stadtkind natürlich ein Erlebnis der Extraklasse. Der sehr entspannte Bauer führte uns vom Bahnhof zu einer großen Scheune unterhalb eines riesigen Felsen umgeben vom herbstlichen Wald mitten auf der Kuhweide. Es gab fließend kaltes Wasser, eine Küche, eine Feuerstelle und Stroh auf dem Dachboden. Während des Abendessens beäugten uns unsere fünf tierischen Nachbarn sehr interessiert, doch anscheinend bevorzugen sie doch eher Gras als China-Nudeln.
Dank des Rauschen des großen Wasserfalls auf der anderen Seite des Tals und des herrlichen Duftes des Strohs schliefen wir ganz schnell ein.
Wir frühstückten gemeinsam mit den Kühen und dann ging es mit der Bergbahn nach Braunwald. Und dann noch weiter hinauf mit der Seilbahn zum WKZ.
Dort oben über dem Nebel lag der Schnee auf den Dächern und Bäumen und es war ganz schön kalt. Das Gelände war zwar wie am Vortag auch sehr offen und die Karte mehr gelb als weiß, aber es war viel schwerer zu belaufen. Überall kleine und große Steine, einige Steilhänge und dazwischen rutschiger Schnee. Eine gefährliche Mischung, die es mir unmöglich machte während des Laufens auf die Karte zu schauen. So stand ich auf den 6,6km mit 340Hm mehr als das ich lief. Anscheinend ging es aber den meisten genauso und so wurde ich nach diesem kräftezehrenden Lauf Achte.
Nach dem ich jetzt häufig in der Schweiz gelaufen bin, muss ich sagen ich kann es nur empfehlen! Für 50€ kommt man mit easyjet von Berlin nach Basel und von dort gibt es Züge zu fantastischem Gelände und unendlichen Trainingsmöglichkeiten, ein Traum für jeden OLer!

Am Samstag fand in Jena außerdem der Kernberglauf statt. Dort konnte mein Bruder bei seinem ersten Start über die lange Strecke von 27km den Sieg holen. Dazu verhalfen neben seinen schnellen Beinen auch seine Fähigkeiten als Orientierungsläufer. Glückwunsch Sören!
MDR-Beitrag zum Kernberglauf

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