Orientering i Østfold

Sümpfe, Elche, Felsen, Kino, dunkle Nacht und sogar ein bisschen Sonne – Eine Woche Trainingslager in Norwegen.

Die sechs Tage im Norden waren echt abwechslungsreich und manchmal auch sehr abenteuerlich.
Los ging es in Fredrikstad wo Resi, Christoph und ich bei Torben und Vibeke unterkamen. Die beiden sind tolle Gastgeber und haben uns beim tollsten Sonnenuntergang durch die Stadt geführt. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch am Meer und ein kleiner Spaziergang auf einer der vielen Inselchen und wenn man will kann man sogar im November schwimmen gehen. Am nächsten Abend ging es zur Entspannung nach den ersten Trainings ins Kino zu James Bond. Der neue Filme ist gar nicht so schlecht, also geht ruhig mal wieder ins Kino. 😉
Am darauf folgenden Tag gab es als Kontrastprogramm den ersten Nacht-OL der Wintersaison. Leider bin ich immer noch nicht im Besitz einer ordentlichen Kopflampe und hatte gegen Ende sogar Schwierigkeiten die Karte zu lesen…
So kam ich in den Genuss zu erfahren wie abenteuerlich sich Nacht-OL vor 20 Jahren wohl angefühlt haben muss.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir bei Bojan und Håvard in Oslo. Das Gelände wurde etwas steiler, aber dafür gab es ein Fußballtraining mit den OLern von Nydalen SK auf dem flachen Sportplatz.
An einem Abend schauten wir den Film über den überragenden 650km-Lauf von Kiril Nikolov durch Bulgarien. Danach heult keiner mehr über seine Wehwehchen. Dieser starke Mann hatte Schmerzen, die hundertmal schlimmer waren. Absolut sehenswert!
Wir schauten uns auch die Innenstadt von Oslo an und kletterten ein bisschen auf der Oper herum. Dann fuhren wir zusammen mit Bojan und Håvard wieder nach Halden zum Nacht-OL auf der Høiås. Dieses mal hatte ich sogar eine bessere Lampe und wagte mich auf einen Korridor-OL. Bis Posten vier war es auch noch einigermaßen ok. Höjas_KorridorTatsächlich habe ich irgendwie auch den fünften Posten gefunden, aber dann weiß ich auch nicht was passiert ist.
Vielleicht lag es an dem dichten Nebel, der einen keine zehn Meter weit gucken ließ. Jedenfalls blieb mir irgendwann nichts anderes übrig als mich auf den anderthalb Kilometer langen Weg nach Westen zu dem einzigen größeren Pfad zu machen und von dort zur Høiås zurück zulaufen. Ein Abenteuer was man wahrscheinlich nur dort erleben kann und wenn man so verrückt ist bei Nebel einen Korridor-OL zu machen.
Die letzten zwei Tage wohnten wir bei Familie Gran und bei Iljana in Halden. Die Trainings dort brachten die nötige Motivation für das lange und dunkle Wintertraining. Denn jetzt wissen wir worauf wir hin arbeiten. Möglichst schnell durch weiches Moos und Heidelbeeren zu kommen und nebenbei noch Karte lesen ist eine Herausforderung die wir meistern wollen. Die Blaubeeren schmecken gut gekühlt direkt vom Busch übrigens auch im November noch gut.
Zum Abschluss besuchten wir noch einmal die Festung Fredriksten in Halden, wo im Juni die Weltcup Sprintstaffel stattfand. Und weil das noch nicht genug Kultur in einem Trainingslager war, vertraten wir uns auf der Rückfahrt auf der Festung in Varberg die Füße.
Zurück in Deutschland erlebten wir einen grandiosen Sonnenaufgang in der verschlafenen Herbstlandschaft. So könnte das Wetter gerne bleiben!

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