Staffel – Klappe die Zweite

Berlin ist groß, also fährt man an einem Sonntagmorgen 45min mit der S-Bahn zu einem kleinen Staffellauf. Diese Staffel nennt sich dann auch noch „Cross“ und das ganze wird von einem Ruderclub organisiert?!

Doch Berlin ist nicht nur groß, sondern auch vielfältig. Wer hier lebt, wirft seine kleinstädtischen Vorurteile irgendwann über Bord. Was zählt ist vieles selber zu machen und auszuprobieren. Das einzige was tatsächlich zutrifft ist, dass die Rate der „Verrückten“ in Berlin etwas höher ist als anderswo. Doch wer ist nicht verrückt? Spätestens nach einer Weile in dieser Stadt sind es alle. Also organisieren Ruderer seit 32 Jahren eine Cross-Staffel. Punkt.
Ich startete für das Mix-Team von Leidig24. Zuerst starteten die zwei Herren, dann ich und zuletzt Marcela auf der 6,2km langen Strecke. Wir waren gut unterwegs und am Ende war nur ein Mix-Team schneller als wir. Ich muss gestehen auch ein Mädchenteam war schneller als wir. Doch diese Mädels sind mit ihrer Geschwindigkeit näher an den Jungs als ich an ihnen. Als ich überholt wurde, konnte ich keine 150m dran bleiben. Total krass und Respekt! Das ist die deutsche Läuferinnenzukunft! Ich gehöre ja zum Glück zur OLerinnen-Zukunft 😉 Und als OLerin muss ich sagen, dass diese „Cross“-Strecke doch sehr schön war. Leicht wellig, große und kleine Waldwege, viel Buchenlaub, gute Ausschilderung, tolle Stimmung. Was will man mehr an einem Sonntagvormittag? Natürlich quer laufen! Deshalb gab es für Max, einen der wenigen Nicht-OLer aus dem Team Haase, glorreiche 200m quer beim Auslaufen.
Im schnieken Clubhaus des BRC inklusive hunderter Pokale und Unterschriftensammlung vereinseigener Olympiasieger durften alle duschen, essen und auf die Siegerehrung warten. Am Ende doch eine sehr lustige Veranstaltung, die nicht nur was für Verrückte ist.
Ergebnisse

Zum Schluss noch ein Song, der mir heute über den Weg gelaufen ist.
Tom Thaler & Basil – Forrest Gump

Irgendwie drückt er ganz einfach aus was ich und viele andere Verrückte wohl fühlen und das Video erinnert an tolle Trainings auf dem Tempelhofer Feld, im Mauerpark und sonst wo in Berlin. Berlin ist vielleicht nicht auf den ersten Blick keine Sportlerstadt und schon gar kein Ort für OLer, aber das täuscht. Die Leute hier sind alle auf ihre Art verrückt, also ist man als OLerin nur eine von Vielen, die den Flair dieser Stadt tagtäglich nutzt um an einem ganz besonderen Ort das zu tun was sie mag. Jetzt fragt sich bestimmt jemand warum ich hier gerade so sentimental werde. Das liegt einfach daran, dass ich Anfang Februar nach Finspång/Schweden ziehen und dort für sechs Monate bei Siemens Industrial Turbomachinery ein Praktikum machen und meine Bachelorarbeit schreiben werde. Der Sinn der Sache ist natürlich mich richtig auf die WM Ende August in Strömstad/Schweden vorzubereiten. Damit der erste Schritt zum großen Traum auch in Erfüllung geht.

In diesem Sinne, einen schönen ersten Advent und hört nie auf zu träumen!

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