Das Geheimnis der Schweden

Sie sind die besten OLer der Welt, doch wie kommt das?

Seit Montag arbeite ich nun richtig hier und kann nach einer kleinen Erkältung letzte Woche auch das Training in vollen Zügen auskosten.

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Lauftraining nachts im Heimwald

Montag:
Nach der Arbeit eine kleine Runde durch den Wald direkt bei meiner neuen Wohnung. Leider war es schon dunkel und so konnte ich nicht viel sehen, außer grandiose Felsen, Sümpfe und Hügel. Ich freue mich schon auf das erste OL-Training hier.

 

 

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Night Extreme Etapp 4 – ganz im Südwesten umgeknickt

Dienstag:
Ein kleiner Nacht-OL in der Nähe von Norrköping. Leider bin ich zwischen Posten sechs und sieben ziemlich böse umgeknickt und musste zurück laufen, aber in der Stuga (Hütte) von OK Kolmården konnte man die Zeit bis die anderen zurück kamen sehr gemütlich vertreiben. Und schon diese kleine Tour zwischen richtig großen Felsen und Steinen hatte es läuferisch und o-technisch echt in sich.

Mittwoch:
Krafttraining und Schwimmen. In Finspång gibt es eine riesige Anlage namens Arena Grosvad mit Fitnessstudio, Schwimmhalle, Abenteuerbad, Sauna, Restaurant und Bowlingbahn. Draußen sind dann auch die Eishalle und das Eishockeyfeld, die Laufbahn und der Fußballplatz. Ein wahres Paradies für Sportler auch wenn man etwas verletzt ist.

Donnerstag:
„Gympa“ (Krafttraining)
In der Winterzeit findet immer Donnerstags Intervalltraining und Gympa in der Klubbstuga von Finspångs SOK – Motionscentral Torstorp – statt. Danach noch ein paar Minuten in der Sauna und der Tag ist perfekt.

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Bild in der Skogssport

In dieser Woche lag die Skogssport, die schwedische OL-Zeitung, im Briefkasten. Darin ein Bild von mir von dem Fotoshooting im Herbst, fliegend durch den Rosengarten im Humboldthain in Berlin. Es geht dabei um die Wahl zum OL-Foto des Jahres. Die Skogssport lesen so ziemlich alle OLer in Schweden, es ist also eine riesige Ehre dort drin zu erscheinen.

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Ski fahren auf der Loipe in Grosvad

Freitag und Samstag:
Da ich am Dienstag umgeknickt bin und der Knöchel noch nicht wieder ganz in Ordnung war, bin ich aufs Ski fahren umgestiegen. Außerdem hat es endlich geschneit und ich muss unbedingt für den Tjejvasan nächsten Samstag trainieren. Die Loipe in Grosvad ist relativ kurz – nur 2km – aber immerhin. Wenn man einige Runden fährt kommt man auch auf ein paar Kilometer.

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checkpoint catching

Sonntag:
Im Winter gibt es Sonntags an der Motionscentral immer ein Lauf/OL-Training mit dem tollen Namen checkpoint catching. Es wird immer relativ direkt mit viel Weganteil und wenigen Posten zum Mittelposten eines Schmetterlings gelaufen (ca. 3-4km). Dort gibt es dann eine normale lange (5-6km) und eine kurze (2-3km) OL-Schlaufe. Je nach Lust und Fähigkeiten darf man Abkürzen oder eben alles laufen. Ich lief nur den direkt Hin- und Rückweg und keine Schlaufe, da ich noch ein bisschen Rücksicht auf meinen Knöchel nehmen musste. Trotzdem ging es danach wieder kurz in die Sauna und dann nach Hause zum Mittag essen. Ein perfekter Sonntagvormittag!

Nach einer Woche Arbeit und trainieren hier glaube ich das Geheimnis der Schweden gelüftet zu haben. Es ist nicht das gute Essen (ok, vielleicht teilweise), auch nicht der grandiose Wald oder die unzähligen Trainings und nicht das Skifahren im Winter.
Es ist mehr das was man nach einem guten Training im dunklen, kalten Wald macht: „bada bastu“. Also in die Sauna gehen. Jede Klubbstuga hier hat mindestens eine Sauna, meist zwei, eine für Männer, eine für Frauen. Und so kommt es das man nach vielen Trainings für 10 bis 15 Minuten in der Hitze sitzt, sich über das Training oder sonst irgendwas unterhält und ganz nebenbei die Muskeln entspannt und für eine perfekte Regeneration sorgt.
Also falls sich jemals ein deutscher Verein ein Vereinshütte zulegen sollte, dann vergesst die Sauna nicht! Ihr werdet so schnell zum besten Verein Deutschlands, so schnell könnt ihr gar nicht gucken.

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