O oder L oder wie jetzt?

Was mache ich hier eigentlich?!

Nach fast zwei Monaten im Orienteering Paradise habe ich regelmäßig so viel OL gemacht wie noch nie in meinem Leben.
Trotzdem funktioniert es seit letzter Woche nicht mehr, also das Posten Finden. Von den blöden Fehlern letzte Woche habe ich ja schon berichtet. Diesen Freitag hab ich ich dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Zwei-Mann-Staffel, in der Nacht, erste Strecke, erster Posten: Das Lehrbuch sagt, lieber sicher mit den anderen mit rennen und den Posten finden. Ich war als erste im Postenkreis, hab aber den Reflektor nicht gesehen und bin weiter gelaufen. Irgendwann stand ich mitten im Sumpf, viele Menschen und Lampen um mich herum, aber keine Posten, außer ein anderer Gabelposten. 12920403_1006451886099831_2284679457983011584_nNur leider hatte ich keine Ahnung wo der sein sollte. Nach dem dann alle weg waren und die Führungstram wahrscheinlich schon Kilometer weit weg war, hab ich dann den ersten Posten gefunden. Eine Aufholjagd war in diesem flachen und einfachen Gelände unmöglich. Besonders, wenn der eigene Kopf einfach nicht rafft was da gerade passiert ist. Das was einfach nicht passieren darf, ist passiert. Dafür bin ich echt nicht hier, dafür mache ich nicht jede Woche fünf mal OL! Ich weiß nicht was los ist. Die letzten Wettkämpfe waren einfach beschissen. Ich bin mit meinem Kopf ganz woanders, ich weiß nur nicht wo. Es ist zum Heulen, was ich im Ziel auch erst mal gemacht habe.
Und dann ist da noch die 5000m-Zeit. Nach zwei Monaten mit einem großen Bogen um die Bahn, muss ich da jetzt wieder hin. Das viele OL-Training macht mich im Wald nicht langsamer, aber auf der Bahn. Heute ganz allein einen Test gemacht, um zu wissen wo ich stehe und was passiert, wenn man von drei schnellen Einheiten auf eine pro Woche runter fährt. Trotzdem sind die Umfänge ja größer geworden! Die Umfänge sorgen wohl für die schweren Beine, die wenigen schnellen Einheiten machen den Rest. Von meinem Haase-Tempo ist nicht mehr viel übrig. Um genau zu sein, sind zwei Kilometer übrig, was ich danach mache ist einfach Mist.
Ich mache endlich alles so wie ich es mir immer erträumt habe und trotzdem funktioniert es nicht! Das ist frustrierend und stellt mich vor die Frage: Was mache ich hier eigentlich? Was mache ich falsch oder mache ich nichts falsch und braucht mein Kopf und mein Körper einfach noch Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen und wenn ja wie lange dauert das noch? Auf einmal erscheinen 139 Tage bis zur WM sehr kurz.
Einziger Lichtblick, ich bin seit über zwei Wochen nicht mehr umgeknickt und der Fuß ist fast wieder normal. Und was noch viel wichtiger ist, ich habe mein 5000er-Trauma überwunden. Trotz mieser Zeit sitze ich danach nicht wie ein Häufchen Elend neben der Bahn und heule. Nein das mache ich ja jetzt nach einem OL-Wettkampf.

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