EM vs. Sommar i Sverige

Weil mich so viele gefragt haben, warum ich nicht bei der EM in Tschechien starte, versuche ich das jetzt mal zu erklären.
In den letzten Jahren bin ich zu jedem mehr oder weniger wichtigen internationalen Wettkampf gereist. Dort habe ich Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt, die ich nicht missen möchte und ich bin meinen Eltern über alles dankbar, dass sie mir das ermöglichen.
Doch auf die Dauer ist das Reisen einfach anstrengend. In einem Monat dreimal an unterschiedlichste Orte in Europa
fliegen, um dort an zwei drei Tagen gegen harte Konkurrenz in tollem Gelände zu laufen. Das zehrt an Nerven und an den Kräften. Man hat ja zu Hause auch seine Aufgaben. Ein Verein, für den man aktiv sein möchte, ein Studium, das man gut machen will. Und bei den Wettkämpfen will man zeigen, dass man hier wirklich dazu gehört und nicht nur zum Auffüllen der Ergebnisliste da ist.
Und manchmal will man auch einfach nur das Leben genießen, weil man genau jetzt jung ist und einem die Welt alle Möglichkeiten bereit hält.
Worauf ich hinaus will, man muss mit seinen Kräften haushalten. Es gilt eine Balance zu finden, damit man nicht irgendwann völlig kaputt und unheimlich demotiviert zusammen bricht.
Man muss sich Zeit geben, um Motivation zu sammeln. Wie Herr Haase sagen würde: Prioritäten und Zeitmanagment. Nur so funktioniert ein Leben als Leistungssportler mit Fulltimejob.
Meine Priorität liegt dieses Jahr auf der WM, deswegen bin ich in Schweden. Hier habe ich geniales Gelände und harte Konkurrenz jedes Wochenende, wenn ich will. Sogar beim Bier-OL muss man sich richtig anstrengen, um nicht total abgehangen zu werden.
In Deutschland hatte ich das nicht. Deswegen musste ich zu weit entfernten Wettkämpfen reisen, um mich als OLerin weiter zu entwickeln. Hier brauche ich das nicht. Und das fühlt sich gut an. Ich spare viel Kraft und auch eine Menge Geld, die ich für alle Lebensbereiche, die mir wichtig sind, nutzen kann.


Ich hoffe ihr könnt das verstehen und drückt den Läufern die jetzt bei der EM starteten kräftig die Daumen.
Zur WM können wir dann sehen, ob meine Strategie aufgegangen ist. Bisher deutet jedenfalls alles auf einen sehr guten Weg hin.

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