Licht und Schatten einer WM

Die letzten beiden Rennen der WM waren zwar im gleichen Gelände, aber hätten unterschiedlicher nicht sein können. 

Ich war froh, dass die Damen zur Mitteldistanz erst nach den Herren starteten, so blieb mehr Zeit, um die Beine nach der Lang auszuruhen. Außerdem war ich etwas weniger aufgeregt, denn ich hatte ja schon eine starke Leistung bei diesen Meisterschaften gezeigt. Dann weiß man, dass die Form in Ordnung ist und man einfach seinen Flow finden muss.
Das ist mir dann auch gelungen und ich kam so gut wie fehlerfrei über die Bahn, was an diesem Tag unglaublich viel Wert war. Nur am Anfang war ich etwas zu langsam unterwegs und verfehlte dadurch ganz knapp eine Top20-Platzierung. Aber der 21.Platz und damit meine bisherige beste WM-Platzierung ist trotzdem mega cool 🙂
Arntraut hatte leider weniger Glück und entschied sich ihren Staffelplatz für den nächsten Tag abzugeben.
Doch erst waren wieder die Männer dran. Felix lief eine famose Startstrecke, trotz einer scheußlich blutenden Schnittwunde an der linken Hand, die er sich schon am vierten Posten bei einem Sturz zuzog. An der Sichtstrecke war er noch voll mit im Getümmel der Führungstram. Nur zum Schluss passierte dann doch noch ein Fehler und Moritz ging ein paar Minuten nach den Führenden auf die zweite Strecke. Er und Bjarne zeigten solide Läufe und so wurden die Jungs am Ende 17.
Für die Damen startete Paula das letzte Rennen der WM. Wie das nun einmal ist beim OL, können andauernd unvorhergesehene Dinge passieren – positive wie negative. Viele Teams mussten an diesem Tag ihre Träume schon auf der ersten Strecke aufgeben. So auch wir. Christiane lief wie die Jungs ein stabiles Rennen und so ging ich als 20. auf die Schlussstrecke. Nicht gerade der Platz den ich mir erhofft hatte. Während die Lettinnen, die letztes Jahr nur fünf Sekunden vor uns waren, noch Chancen auf eine Medaille hatten, liefen wir hinterher. Ich war traurig und frustriert und uncool. So lief ich ein mehr schlecht als rechtes Rennen und brachte unser Team noch auf den 18.Platz.
Ich war am Boden zerstört und unzufrieden mit unserer Leistung und speziell mit meiner Eigenen und das hab ich auch gezeigt und das war gemein gegenüber meinem Team. Die Moral von der Geschicht, ich habe noch viel zu lernen, besonders wie man mit Niederlagen umgeht.

Am Abend galt dann jedoch einfach: scheiß drauf, jetzt wird gefeiert. Denn alle die sich monate- und jahrelang auf diese Woche vorbereitet haben, haben diese Party, die man WM-Party nennt, verdient.

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