Ungewollter Städtetrip

Als Orientierungsläufer trainiert man für gewöhnlich nicht so viel in großen Städten, doch manchmal verirrt man sich trotzdem dorthin.

Aufgrund fehlender Zeit und Kontakte geht das WOVO-Projekt nur sehr schleppend vorwärts. Deshalb beschlossen wir nach der Global Developement Konferenz in Prag letzten Herbst unsere Erfahrungen im Global Orienteering Volunteer Project (GOVP) der IOF einzubringen. Dieses erreicht mit einem vielfach größeren Kontaktnetz deutlich mehr Leute und hat auch schon erfolgreich über ein Dutzend Volontäre in die weite Welt geschickt. Gerade wird an einer eigenen Webseite gearbeitet und dafür durfte ich am Donnerstag nach Warschau zum IOF Joint Meeting fahren.

Da es erst am Freitag morgen los ging, nutzte ich den Donnerstag für einen Lauf vom Flughafen durch einen Park bis in die Innenstadt und wieder zurück. Viel Asphalt, aber auch ein kurzer Einblick in das Leben der Menschen in Warschau. Das Meeting mit der GOVP Arbeitsgruppe am Freitag war sehr effektiv und unsere Programmiererin hat erst mal wieder ordentlich was zu tun.

Dann ging es auch schon nach Prag, von wo ich ein paar Stunden später nach Leipzig zum KickOff mit dem Nationalteam mit dem Bus weiter fuhr. Ja, um von Warschau nach Leipzig zu kommen ist es am billigsten und auch relativ schnell nach Prag zu fliegen und dann mit dem Bus weiter zu fahren. Sinnvolle Nachtzüge und die Umwelt sind den Leuten, die für Infrastruktur zuständig sind, anscheinend nicht wirklich was wert.

Da ich es beim Weltcup in Prag letztes Jahr nicht geschafft habe, mal in die Altstadt von Prag zu gehen, habe ich das jetzt nachgeholt. Es war zwar schon dunkel, aber deswegen nicht weniger imposant. Ohne Bier aber dafür mit einer Tasse Kakao rundete ich meinen kurzen Besuch hier ab und weiter ging es nach Leipzig.

Beim diesjährigen KickOff waren wieder viele neue Gesichter dabei, aber natürlich auch viele Bekannte. Wir haben vielleicht nicht unglaublich viel trainiert, aber durch viele lehrreiche Vorträge und Gespräche haben wir einen guten Grundstein für das Funktionieren unseres Teams im nächsten Jahr gelegt. Mit dem Lauf vorbei an der Leipziger Innenstadt nach dem letzten Training, war der Städtetrip aber noch nicht vorbei.

Um Geld zu sparen, ging mein Flug von Berlin erst am Montagabend. So hatte ich noch Zeit für einige Erledigungen in Berlin. Wie ein Training im Sonnenuntergang (davon gab es in den letzten Wochen leider etwas wenig in Stockholm), einen Besuch beim Friseur (wieder um Geld zu sparen), Zeichenfolie für Roy kaufen (weil es die in Schweden wohl nicht gibt) und ein hartes Intervalltraining auf der Aschebahn (aus Gründen der Nostalgie).

Und dann war der Städtetrip auch schon vorbei und das Studium, das Training in Stockholm und ökologisch bessere Zeiten warteten wieder auf mich.

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