Gemischte Gefühle

Der letzte Weltcup des Jahres ist vorbei. Was bleibt sind Eindrücke und Erlebnisse aus Wäldern einiger verschiedener Länder und so manche wichtige Lehre fürs Leben.

Dieses Jahr wurde ich immer wieder vor die Frage gestellt wie wichtig mir OL ist. Wichtiger als nette Mitbewohner, wichtiger als Olympia, wichtiger als mein Team? Im Endeffekt sind die Antworten nein, ja und nein. Doch der Weg dahin war nicht immer einfach.

Beim letzten Weltcup in China wurde die Wichtigkeit von Medien und Olympia unter allen Athleten heiß diskutiert. Die meisten sind sich einig, dass mehr Medienaufmerksamkeit an sich nicht schlecht ist, aber nicht wenn wir durch finanzielle und politische Interessen die Fairness in unserem schönen Sport verlieren. Ja, es ist einfach im OL zu bescheißen und genau deswegen können alle internationalen Wettkämpfe nur unter der Voraussetzung stattfinden, dass wir Athleten uns gegenseitig vertrauen.

Dieses Vertrauen wurde von den Chinesen missbraucht. Viele finden die Ergebnisse der Chinesen beim letzten Weltcup sehr suspekt. Es gibt einige Leute, die die Chinesen verteidigen und sagen, dass der große Leistungssprung durch den Heimvorteil kam. Wer auch immer recht hat, die Chinesen können sich selbst die Schuld für das Misstrauen der anderen Läufer geben. Hätten sie bei der CISM nicht so plump beschissen, würden beim Weltcup wahrscheinlich deutlich weniger Leute unfaires Verhalten vermuten. Leider geraten dadurch das tolle Sprint-Gelände und die anspruchsvollen Bahnen vollkommen in Vergessenheit. Mittlerweile kann man auf fast allen OL-Seiten dazu einen Kommentar finden, weshalb ich das hier jetzt nicht weiter ausführen werde.

Nun zu frage eins und drei: Dieses Jahr musste ich gleich zweimal erleben wie andere Personen zu wirklich unpassenden Methoden greifen, weil sie ihre „Macht“ für gefährdet halten. Manchmal kann man solchen Personen zum Glück einfach den Rücken kehren und die Sache damit beenden. Manchmal geht das nicht, dann ist es Gold wert ein Team zu haben, dass weiß was es will und was oder wen es braucht, um das zu erreichen. Ohne Team wären wir nur einzelne Witzfiguren. Zusammen sind wir ein starker Verband, der seine Ziele erreichen kann. Ich hoffe das ist allen Leuten im deutschen OL klar. Machtspielchen, alte Feindschaften und Neid bringen uns keinen Schritt vorwärts und müssen aufhören, wenn wir auch langfristig OL in Deutschland haben möchten.

Zur Auflockerung noch ein paar Bilder von Felix und meinem Kurzurlaub in Foshan nach dem Weltcup.

Genießt die Trainingspause und holt einmal tief Luft, bevor ihr euch in den Weihnachtsstress stürzt. 🙂

hre Kommentareingaben werden zwecks Anti-Spam-Prüfung an den Dienst Akismet gesendet.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s