Mein zweiter Vorname

Ich war wahrscheinlich noch nie gleichzeitig so gut und so schlecht auf einen Wettkampf vorbereitet. Die SM nördlich von Göteborg war wie erwartet eine richtige Herausforderung. Für schwedische Verhältnisse ist es dort erstaunlich grün, steil und schlecht zu belaufen.

Vor zwei Wochen fühlten sich meine Beine das erste Mal wieder normal leicht an und ich dacht: yeah, alles richtig gemacht mit dem TL in der Schweiz wo ich mich völlig zerstört habe. Jetzt setzt die Superkompensation ein. Ein wenig übermotiviert trainierte ich gleich vier schnelle Einheiten hintereinander. Aber das war an sich kein Problem. Ich hatte ja noch genug Tage bis zur SM um mich zu erholen. Dann habe mich eine Woche vor der SM leider ziemlich stark erkältet. Blödes Timing. Vor allem weil ich das ganze Jahr noch nicht einmal krank oder wirklich verletzt war. Das verrückte war dann, dass nach zwei Tagen mit fast nur im Bett liegen plötzlich höllische Schmerzen im linken Knie einsetzten. Beim Treppe runter gehen ist mir bei jedem Schritt gefühlt das Knie explodiert. Und damit fing ich an zu zweifeln, ob ich am Wochenende überhaupt laufen könnte. Die Quali war ja schon am Freitag. Am Donnerstag war das Knie etwas besser und ich bin mit den Ärlas erstmal nach Göteborg gefahren. Am Abend konnte ich immerhin drei Kniebeuge machen ohne vor Schmerzen zu stöhnen und entschied, dass ich wenigstens versuchen muss zu laufen und ins A-Finale zu kommen und darauf hoffe, dass es mit jedem Tag etwas besser wird.

Genau das ist dann auch passiert. Aber fragt mich ja nicht was da an meinem Knie kaputt war. Jedenfalls kann man sich eine bessere Vorbereitung auf eine SM, die in so einem Corona-Jahr den wichtigsten Wettkampf des Jahres darstellt, vorstellen.

Deshalb bin ich trotz keiner herausragenden Leistungen zufrieden mit meinen Läufen. Bei der Mitteldistanz hat es sogar zum 11. Platz gereicht, weil viele Leute viele Fehler gemacht haben und ich nicht. Nach Platz neun die letzten zwei Jahre, kann ich also wieder einmal bestätigen, dass mein zweiter Vorname „stabil“ ist. Bei der Langdistanz bin ich im Ziel angekommen. Darauf bin ich schon stolz.

Jetzt heißt es umschalten auf Stadt und Park, denn in drei Wochen ist SM Sprint und Sprintstaffel und Ärla will tatsächlich das erste mal ein Team stellen. Viel schlimmer als die Vorbereitung für die Wald-SM kann es ja nicht mehr werden.

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